Ich
wette, wenn Sie einen Wassermalfarbkasten haben, dann ist der schon
ziemlich alt. Und trotzdem kann man noch damit malen, denn die meisten
Farben wollen einfach nicht zur Neige gehen, ganz besonders Ocker. Wir
wollen herausfinden, wie lange es dauert, bis so ein Kasten leer ist,
gemessen an der Anzahl der DIN A4-Blätter, die man damit komplett
anmalen kann.
Der
standardisierte Wassermalfarbkasten enthält 12 Farben, wenn man
sich darauf einigen kann, dass Schwarz eine Farbe ist.
Das kommt uns schon zu Anfang ziemlich viel vor, also beschließen
wir, das Projekt mit einer Farbe durchzuführen und die bemalte
Blattmenge später auf die 12 Farben hochzurechnen.
Als
Testfarbe wählen wir Olivgrün (#132).
Franz verwendet
einen Borstenpinsel der Stärke 16, Jan einen Haarpinsel der Stärke
12.
Die
konzentrierte Pigmentmasse hat einen Durchmesser von 35 mm und eine
Höhe von 5 mm.
Das Volumen beträgt
somit 4810 mm³ = 4,81 cm³.
Ein ganzer Kasten
hat also ein Farbvolumen von 57,73 cm³.
Selbstverständlich
handelt das I.Z.E.T.I.T.-Team auch bei diesem Projekt sehr umweltbewusst!
So verwenden wir statt neuer, unbedruckter, womöglich noch mit
Chlor gebleichter Blätter einfach den Inhalt einer längst
vergessenen Schublade aus Jans Schreibtisch.
Alte Deutschblätter, Musiktests, Bio-Chemie-Arbeiten und Latein-Konjugations-Schemata
bekommen endlich einen Sinn zu Existieren.
Bevor
es ans Malen geht muss natürlich erst der Laborboden mittels alter
Zeitungen vor dem Verschmutzen geschützt werden.
Recht
schnell kann so eine Fläche geschaffen werden, die selbst härtester
Wassermalfarbenbeanspruchung standhalten würde.
Und man hat beim
Malen immer etwas zu Lesen.
Das
Wasser ist nötig, um einzelne Farbstückchen aus dem Farbbrocken
herauszulösen. Das macht man mit dem Pinsel.
Bald
ist auch das einsame Farbtöpfchen in der Halterung befestigt.