Eine
Dose Ravioli kaufen kann jeder. Aber eine Dose Ravioli so erhitzen,
wie das I.Z.E.T.I.T.-Team sie erhitzt, das können logischerweise
nur wir selbst.
Bereits
vor etwa tausend Jahren, als die Menschheit, wenn man sie denn damals
schon so nennen konnte, noch in Höhlen hauste, bildete eine solide,
gut funktionierende, wenn auch aus heutiger Sicht etwas primitive Form
der Nahrungsbeschaffung die Grundlage allen Lebens:
Die Jagd.
Dies
änderte sich jedoch anno 1436, als Kaiser Angolf der Ungeschickte
sich an einem Speer aus Versehen einen Backenzahn ausbiss und von dort
an die Herstellung von Speeren verbot. Aus der Not heraus entstanden
Pökelfleisch, Trockenpflaumen und der ebenfalls gut zu konservierende
Jülcher Stew, welcher zum Großteil aus gehobelten Rinderhufen
besteht.
So sind auch bis heute lang haltbare und gut zu stapelnde Lebensmittel
in Form von Konservendosen von immenser Wichtigkeit für den menschlichen
Organismus und aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.
Die I.Z.E.T.I.T.-Forscher
betrachten es daher als ihre Pflicht, ihr Know-How über die Zubereitung
dieser Speisen am Beispiel der mediterranen Nudelspezialität "Ravioli"
an die Menschheit weiterzugeben.
Zudem
ist es unser Ziel, zu erproben, mit welcher Methode man am schnellsten
ans Ziel gelangt - nämlich den Doseninhalt auf ein geschmacksnervfreundliches
Niveau zu erwärmen.
Besonders hilfreich ist dies in solchen Situationen, die von der Abwesenheit
eines Herdes oder Mikrowellengerätes geprägt sind (z.B. Konzertfestivals
oder Winterschlussverkäufe).
Das Forscherkollegium
öffnet drei Ravioli-Dosen, um eine ausreichend große Basis
für parallel laufende Vergleichsversuche haben zu können.
Alex
impliziert den Versuchsaufbau, der darauf abzielt, die Konserven durch
Feuerzeuge sowie einen Gaskocher zu erwärmen.
Jans Vorschlag,
vielleicht doch lieber einen handelsüblichen Küchenherd zu
verwenden, wird aus unerfindlichen Gründen zurückgewiesen.
Unser
mehr als großzügiger Forschungsetat erlaubt uns die Anschaffung
zweier Dreier-Packs "Qualitätsfeuerzeuge"!
Nebst
der Gaskochererhitzung planen wir die thermische Anregung der Raviolis
durch zwei Feuerzeugapplikationen im Verhältnis 1:5.
Jetzt fällt
uns auf, dass die Feuerzeuge unpraktischerweise ausschließlich
durch konstanten Daumendruck auf den Auslöser zum Brennen angeregt
werden können.
Doch
wir wären ja wohl nicht das I.Z.E.T.I.T.-Team, wenn sich dieses Problem
nicht durch unser universell einsetzbares Klebeband lösen ließe!
Das nun
freiwillig brennende Feuerzeug wird in der zugluftgeschützten Grillrostuntermauerung
unter der zu erhitzenden Dose platziert & die Zeit gestoppt.